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Glaube. Orte. Kunst - unsere Ausstellungsempfehlung für Flensburg

an der Skulptur Zivilcourage

Sonderausstellung zum Luther-Jahr auf dem Flensburger Museumsberg, 21. Mai - 31. Oktober 2017

Die Reformation veränderte den Glauben. Damit verschwanden auch die Marien- und Heiligenfiguren aus vielen Kirchen. Welches Schicksal hatten sie, und was können wir heute mit solchen Symbolen der Anbetung anfangen?

Antwort auf Frage Nr. 1: Zahlreiche Heiligenfiguren wurden auf die Dachböden der Kirchen entsorgt und nur noch der Holzwurm kümmerte sich um sie. Um das Jahr 1895 war es Heinrich Sauermann, der Flensburger Museumsgründer, der die mittelalterlichen vorreformatorischen Skulpturen sammelte und bewahrte. Die Ausstellung holt sie zumindest für einen Sommer aus dem Depot und präsentiert sie in einem deutsch-dänischen Projekt auf dem Flensburger Museumsberg sowie im Richard Haizmann Museum Niebüll und in elf Kirchen beiderseits der deutsch-dänischen Grenze.

Die Web-Seite www.glaube-orte-kunst.net begleitet das Projekt mit einem Blog, dient zugleich als „Reiseführer“ zu den vielen Stationen und informiert über das umfangreiche Begleitprogramm.

Glauben erleben

Um ein möglichst breites Publikum anzusprechen, erhielt die Museumspädagogik in der Flensburger Ausstellung einen eigenen Vermittlungsraum und damit die Gelegenheit, intensiv und inklusiv inhaltlichen Fragestellungen nachzugehen. Ziel war es, den Raum so auszustatten, dass Erblindete und Sehende gleichermaßen an den Vermittlungsideen teilhaben können: Woran glaube ich? Kann Glaube sichtbar gemacht werden? Wie lässt sich Glaube erlebbar machen? Zur haptischen Erkundung stehen dabei drei Heiligenfiguren bereit. Dabei handelt es sich um Repliken von mittelalterlichen Museumsstücken. Sie wurden von der Berufsfachschule Holzbildhauerei Flensburg zu diesem Zweck eigens angefertigt. Hela und Marion am Lageplan

In einem Schulprojekt treten Schüler des 12. Jahrgangs der Flensburger Kurt-Tucholsky-Schule unter der Leitung von Elke Wolny mit diesen Figuren in einen Dialog und beantworten die Frage „Woran glaube ich heute?“ mit eigenen, selbst gestalteten Heiligenfiguren, einem audiodeskribierten Film und mit gemalten Glaubenssymbolen. Außerdem werden alle Besucher eingeladen, in einer „Behausung“, kontemplativ in Dunkelheit Glauben zu erleben.

Andersicht hat hierbei beratend und schulend mitgewirkt, was bei der feierlichen Eröffnung durch Ministerin Spoorendonk am 21.5.17 ausdrücklich gewürdigt worden ist. In der ersten Reihe

Informationen für Besucher


Anschrift:

Museumsberg 1,
24937 Flensburg

Öffnungszeiten:

Di – So 10.00 – 17.00 Uhr
zusätzlich donnerstags
bis 20 Uhr

Das spezielle Angebot

Eine Gruppenführung mit Guides, die sich eigens auch auf blinde/sehbehinderte Besucher eingestellt haben, kann telefonisch vereinbart werden: 0461/852956.

Diese Führung ist zum Gruppenpreis von 40,-- € buchbar. Hinzu kommt ein Eintrittspreis von 3 € pro Person.

Folgende Ansprechpartner im Blindendienst der Nordkirche beraten bei der Organisation eines Gruppenbesuchs gern:

  • Eva Siedenbiedel, Tel. 04633/1545 oder evasiedenbiedel@arcor.de
  • Reiner Nissen, 04846 / 1285 oder reiner.nissen@seelsorge.nordkirche.de

 

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